maintrac®- Diagnostik – vor, während und nach der Krebstherapie

Bei maintrac® handelt es sich um einen Bluttest, mit dem Zellen, die vom Tumor in den Blutkreislauf gelangt sind, nachgewiesen werden.

Einige dieser sogenannten zirkulierenden Tumorzellen (CETCs / CTCs) können für die Entstehung von Metastasen (Metastasierung) und somit für den weiteren Krankheitsverlauf verantwortlich sein.

Mit der maintrac®-Zellzählung kann u.a. überwacht werden, inwieweit eine Behandlung erfolgreich verläuft. Dazu wird die Anzahl der zirkulierenden Zellen vor Beginn der Therapie erfasst und mit der Anzahl der Zellen im weiteren Verlauf der Therapie verglichen. Der resultierende Verlauf gibt einen Hinweis darauf, ob die Zellen durch die Krebstherapie vernichtet werden, der Patient also auf die Behandlung anspricht. Sollte dies nicht der Fall sein, besteht die Möglichkeit, andere Wirkstoffe direkt an den zirkulierenden Tumorzellen zu testen.

Therapieüberwachung mit maintrac®

Manche Wirkstoffe bei der Behandlung von Krebserkrankungen sind nur wirksam, wenn der Tumor bestimmte Eigenschaften aufweist. Ob diese therapierelevanten Eigenschaften auf den Tumorzellen vorhanden sind, kann maintrac® feststellen.

Dem Patienten werden für die maintrac®-Methode lediglich 15 ml EDTA-Blut vom behandelnden Facharzt oder in der Laborpraxis Dr. Pachmann abgenommen und dann labordiagnostisch ausgewertet.

maintrac® ist dabei behilflich, eine individuelle, personalisierte und wirksame Therapie für den einzelnen Patienten zu finden und den Erfolg der Therapie zu überwachen.

Die maintrac®- Diagnostik


maintrac®-Diagnostik

Die Vorteile von maintrac® sind:

Der Einsatz von maintrac® ist bei fast allen soliden Tumoren möglich.

Der Behandlungserfolg kann dabei sowohl im Vorfeld als auch während einer Therapie mit der maintrac®-Diagnostik überwacht werden. Der Einsatz von maintrac® ist zudem in der metastasierten Situation Metastasierte Situation x

In der metastasierten Situation haben sich neben dem Primärtumor bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet.

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, der Hormon- und Erhaltungstherapie Hormon- und Erhaltungstherapie x

Patienten mit hormonrezeptor-positiven Tumoren können von einer endokrinen (antihormonellen) Therapie profitieren. Das betrifft vor allem Brust- und Prostatakarzinome.

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und beim watch- and wait-Ansatz Watch- and Wait-Ansatz x

Beim „watch and wait“-Konzept handelt es sich um einen reinen Überwachungsansatz: auf eine Therapie wird dabei vorerst verzichtet und der Tumor wird engmaschig beobachtet.

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(z.B. bei Prostatakrebs oder DCIS Brustkrebs) möglich.

Die Relevanz der maintrac®-Diagnostik konnte mittlerweile bereits in 15 Studien mit über 940 Patienten bestätigt werden. Diese und weitere Veröffentlichungen zum Thema zirkulierende Tumorzellen finden Sie auf der Seite Publikationen.

Methodik der maintrac®-Untersuchung

Aufgrund der hohen Sensitivität des Verfahrens, können bereits früh nach der Diagnose eines Primärtumors CETCs / CTCs nachgewiesen und damit rechtzeitig Therapieentscheidungen getroffen werden. Diese frühzeitige Erkennung ist hauptsächlich dadurch bedingt, dass maintrac® hochsensitiv ist, weil die Zellen, im Gegensatz zu anderen Verfahren, weder fixiert, isoliert oder angereichert, sondern in Echtzeit aus der Blutprobe analysiert werden. Dies erlaubt eine mengenmäßige Erfassung von CETCs / CTCs auch im frühen Krankheitsstadium und nicht erst in der metastasierten Situation.


Die Methodik der maintrac®-Untersuchung
  1. Neben den zirkulierenden epithelialen Zellen befinden sich auch weiße Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut. Nach der Erythrozytenlyse (Auflösung der roten Blutkörperchen) wird das Blut auf das Vorhandensein von epithelialen Zellen geprüft. Auf der Zelloberfläche von epithelialen Zellen lässt sich ein Oberflächenprotein (EpCAM) finden, das maintrac® mithilfe eines fluoreszierenden Antikörpers markiert.
  2. Gleichzeitig wird Propidiumiodid hinzugefügt, das bei toten Zellen durch die Zellmembran eindringen kann. Tote (rot/grün gefärbt) und lebende Zellen (grün gefärbt) können dadurch voneinander unterschieden werden.
  3. Mithilfe des Fluoreszenzmikroskops können die markierten Zellen nun automatisch identifiziert und gezählt werden.
  4. Wird die maintrac®-Diagnostik mehrmals in gewissen Zeitabständen durchgeführt, können aus dem sich ergebenden Verlauf Aussagen über den Therapieerfolg und die Tumoraktivität getroffen werden.

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