Kontrolle der Therapie mithilfe von zirkulierenden Tumorzellen

Welche Krebstherapie für einen Patienten geeignet ist, wird aufgrund der Art der Krebserkrankung und dem pathologischen Befund entschieden. Ob die angesetzte Therapie allerdings effektiv ist, darüber herrscht bei Arzt und Patient zunächst Ungewissheit.

Bei bereits erfolgter Krebsdiagnose steht dem behandelnden Arzt mit maintrac® ein zusätzliches Werkzeug zur regelmäßigen Überwachung der Krebserkrankung (i.d.R. alle 3-6 Monate) zur Verfügung. Dazu wird die Anzahl der im Blut zirkulierenden Tumorzellen (CETCs / CTCs) anhand einer Blutprobe bestimmt. Diese Zellzählung wird in zweckmäßigen Abständen wiederholt, die ermittelten Werte werden miteinander verglichen und der sich ergebende Verlauf der Zellzahlen interpretiert. Kommt es unter der Chemotherapie beispielsweise zu einer Abnahme der Zellzahl, spricht dies für die Wirksamkeit der Behandlungsmaßnahme.

Sowohl in der neoadjuvanten Neoadjuvante Therapie x

Mit dem Begriff neoadjuvante Therapie wird eine Behandlungsmethode bezeichnet, die im Vorfeld zu einer operativen Entfernung der Tumore stattfindet.

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als auch in der adjuvanten Therapie Adjuvante Therapie x

Die adjuvante Behandlung ist eine Therapiemaßnahme, die im Anschluss an die operative Entfernung von Tumoren stattfindet.

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kann maintrac® durch die Zellzählung einen Beitrag zur Therapieüberwachung leisten. Eine solche Überwachung der Therapie mithilfe der zirkulierenden Tumorzellen im Blut ist aber auch bei einer Hormon- oder Erhaltungstherapie Hormon- und Erhaltungstherapie x

Patienten mit hormonrezeptor-positiven Tumoren können von einer endokrinen (antihormonellen) Therapie profitieren. Das betrifft vor allem Brust- und Prostatakarzinome.

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oder bei einer alternativen Therapie möglich. Einen besonderen Beitrag zur Therapie kann maintrac® auch in „watch- and wait"-Situationen Watch- and Wait-Ansatz x

Beim „watch and wait“-Konzept handelt es sich um einen reinen Überwachungsansatz: auf eine Therapie wird dabei vorerst verzichtet und der Tumor wird engmaschig beobachtet.

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, v.a. bei Prostatakrebs, leisten.

Auch wenn die zirkulierenden Tumorzellen im Blut bei gutem Ansprechen vollständig verschwunden sind, sollte die Therapie auf jeden Fall zu Ende geführt werden. Es können sich noch Zellen in den Geweben verbergen, die möglicherweise wieder ins Blut gelangen und erst im Verlauf der weiteren Therapie beseitigt werden.

Tumorzellen können sich durch eine Therapie verändern oder sich nach Abschluss der Therapie wieder vermehren. Deshalb ist es sinnvoll, den dauerhaften Therapieerfolg anhand der zirkulierenden epithelialen Tumorzellen zu überwachen. In der Regel ist die maintrac®-Methode sensitiver als andere Verfahren und kann daher anhand des Anstiegs der Tumorzellen die erneute Tumoraktivität früher erkennen.

Insgesamt besteht durch die begleitende Bestimmung der Zellzahlen mit maintrac® die Möglichkeit, während des gesamten Krankheitsverlaufs eine optimierte, rechtzeitige, angepasste und personalisierte Therapieform zu finden.


Fluoreszierende Zellen bei maintrac®

Es gibt keine allgemeingültigen Referenzwerte, die bei der Auswertung der Ergebnisse angewendet werden können. Vielmehr wird der erste Wert der Zellzahl-Messung als Basiswert verwendet, der für sich allein gesehen kaum eine prognostische Aussagekraft hat. Im Verlauf der Therapie sollte die Zellzahl wiederholt bestimmt werden und mit den weiteren Zellzahlen ins Verhältnis gesetzt werden. In der Regel lassen sich die Ergebnisse des Verlaufs folgendermaßen interpretieren:

Beispiel eines maintrac®-Zellzahlverlaufs

Steigende Zellzahl = weiterführende Diagnostik/ optimierbare Therapie

Gleichbleibende Zellzahl = positiver Verlauf

Abnehmende Zellzahl = gute Prognose/ wirksame Therapie


Wenn sich bei der Therapieüberwachung zeigt, dass die Zahl der zirkulierenden Tumorzellen stark ansteigt, sollte die Krebsbehandlung modifiziert werden. Mit maintrac® kann in diesem Fall eine Wirkstofftestung vorgenommen werden, um das Medikament mit der höchsten Wirkwahrscheinlichkeit zu identifizieren.

Detailliertere Informationen zur Überwachung der einzelnen Therapiesituationen mit maintrac®, finden Sie hier.