Brustkrebs ist mit ca. 32% die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland. Statistisch gesehen erkrankt jede achte Frau im Laufe ihres Lebens, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter steigt. Brustkrebs geht hauptsächlich vom Drüsengewebe aus und lässt sich in duktale (die Milchgänge betreffend), lobuläre (die Drüsenläppchen betreffend) und einige andere Karzinomarten unterscheiden.

Die meisten Mammakarzinome treten zufällig, d.h. sporadisch, auf, können aber auch eine genetische Ursache haben. Risikofaktoren bei Brustkrebs sind u.a. die hormonelle Situation, das Alter, die Dichte des Brustgewebes sowie der Lebensstil.

Während im frühen Stadium der Erkrankung häufig keine Symptome vorhanden sind, können bei fortgeschrittenem Brustkrebs Beschwerden wie Knochenschmerzen, schwere Atmung oder Gewichtsverlust auftreten. Generell sollten Frauen auf bestimmte Anzeichen wie z.B. Knoten in der Brust, Veränderungen der Brustwarzen oder Schwellungen in der Achselhöhle achten, die unbedingt einer Abklärung durch einen Facharzt bedürfen.

maintrac® beim Brustkrebs (Mammakarzinom)

Das erklärte Ziel bei der medizinischen Behandlung von Brustkrebs ist neben Heilung v.a. der Erhalt der betreffenden Brust. Es stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung. Zu Beginn erfolgt üblicherweise die chirurgische Entfernung des Primärtumors. Dieser Eingriff umfasst häufig auch die naheliegenden Lymphknoten. Nach der Operation können sich gegebenenfalls eine Bestrahlung und später eine Chemotherapie anschließen. Letztere soll mögliche Reste des Tumors reduzieren. Die Chemotherapie kann aber auch vorgezogen werden, um den Tumor vor der Operation zu verkleinern (neoadjuvante Therapie). Sowohl in der adjuvanten Adjuvante Therapie x

Die adjuvante Behandlung ist eine Therapiemaßnahme, die im Anschluss an die operative Entfernung von Tumoren stattfindet.

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als auch in der neoadjuvanten Therapie Neoadjuvante Therapie x

Mit dem Begriff neoadjuvante Therapie wird eine Behandlungsmethode bezeichnet, die im Vorfeld zu einer operativen Entfernung der Tumore stattfindet.

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kann maintrac® dazu beitragen, die Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls zu optimieren.


Nach einer fünfjährigen Behandlung mit Tamoxifen, stellt sich Brustkrebs-Patientinnen häufig die Frage, ob eine Weiterbehandlung Sinn macht. Statistisch gesehen bringt eine zehnjährige Hormontherapie einen Überlebensvorteil von 15 %, wobei sich individuell keine Vorhersage treffen lässt, welcher Patientin eine Fortführung der Therapie von Nutzen sein wird. Detailliertere Informationen zur Hormon-/ Erhaltungstherapie Hormon- und Erhaltungstherapie x

Patienten mit hormonrezeptor-positiven Tumoren können von einer endokrinen (antihormonellen) Therapie profitieren. Das betrifft vor allem Brust- und Prostatakarzinome.

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bei Brustkrebs, und wie maintrac® bei zur richtigen Entscheidungsfindung beitragen kann, erhalten Sie hier.

Zudem kann die Bestimmung des Hormonrezeptorstatus und des HER2/neu-Status mit maintrac® für die anschließende Hormon- und Erhaltungstherapie von Vorteil sein.
(siehe nächster Abschnitt)

Brustkrebszellen haben bestimmte Eigenschaften, die sowohl für diese Krebszellen spezifisch sein können als auch für die Therapie relevant sind. Daher kann die Ermittlung des Östrogenrezeptors (ER), des Progesteronrezeptors (PR) oder der HER2/neu-Amplifikation sinnvoll sein.

  • ER und PR gehören zu den Steroidhormonrezeptoren, die für die Wirkung der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron verantwortlich sind. Bei einem hormonrezeptor-positiven Mammakarzinom können neben den gesunden auch die malignen Zellen im Tumor sowie die aus dem Tumor ausgeschwemmten zirkulierenden Tumorzellen häufig Östrogen- und / oder Progesteronrezeptoren tragen. Unterschiede zwischen den zirkulierenden und den im Tumor verbleibenden Zellen können vorkommen.
    Rund 70-80% aller Brustkrebspatientinnen haben einen hormonrezeptor-positiven Tumor, der sich mit antihormonell wirksamen Medikamenten behandeln lässt. Diese Medikamente können u.a. entweder die Hormonbildung hemmen (Aromataseinhibitoren), den Rezeptor beeinflussen (selektive Östrogenrezeptormodulatoren (SERM)) oder den Rezeptor vollständig blockieren.
    Des Weiteren kann maintrac® bei der Entscheidung behilflich sein, eine antihormonelle Therapie weiterzuführen bzw. wiederaufzunehmen.

  • Bei HER2/neu handelt es sich um einen Wachstumsfaktorrezeptor. Bei ca. 20-25 % der Mammakarzinome findet sich in der DNA der Krebszellen eine Vervielfachung des HER2/neu-Gens (Amplifikation), die mit einer Überexpression des zugehörigen HER2/neu-Rezeptors verbunden ist (10- bis 100-fache Steigerung verglichen mit normalen Zellen möglich). Durch den Nachweis der HER2/neu-Genamplifikation an den zirkulierenden Tumorzellen kann der HER2/neu-Status bestimmt werden. Kann bei einer Patientin mit Mammakarzinom eine Genamplifikation und eine damit verbundene Überexpression des HER2/neu-Rezeptors nachgewiesen werden, ist dies ein Indikator dafür, dass die Patientin auf eine Therapie mit bestimmten Antikörpern (z.B. Trastuzumab) ansprechen wird. Bei diesem therapeutischen Ansatz wird der HER2/neu-Rezeptor daran gehindert, weiterhin Wachstumssignale an Zellen zu geben.