Die adjuvante (unterstützende) Behandlung ist eine Therapiemaßnahme, die im Anschluss an die operative Entfernung von Tumoren stattfindet.
Sie hat den Zweck, die nach der Operation im Körper verbliebenen Tumor-Restzellen sowie noch nicht nachweisbare Tumorabsiedlungen (Mikro-Metastasten) zu bekämpfen. Durch diese Maßnahme verbessern sich die langfristigen Heilungsaussichten.

Ob die Zahl der im Blut verbliebenden Tumor-Restzellen ab- oder zunimmt kann mit maintrac® überprüft werden. Neben der Überwachung des Therapieerfolgs kann auch im Vorfeld zur Therapie festgestellt werden, ob die eingesetzten Medikamente auf die im Blut zirkulierenden Tumorzellen wirken werden.

Grundsätzlich gilt in der adjuvanten Situation die Regel:

  • Sinkt die Zellzahl, wirkt die Therapie.

  • Steigt die Zellzahl trotz Therapie, sollte über eine Optimierung nachgedacht werden.

Absinkende Zellzahl in der adjuvanten Therapie

Absinkende Zellzahl

Erfahrungsgemäß sinkt die Zahl der zirkulierenden Tumorzellen im Blut bei gutem Ansprechen auf die Therapie bereits nach den ersten 1-3 Zyklen. Sollte die Zellzahl bis zum Ende der Chemotherapie abnehmen bzw. niedrig bleiben, spricht dies für einen weiteren günstigen Krankheitsverlauf. In Studien mit nicht-metastasierten Brustkrebspatientinnen blieben 90-95 % der Patientinnen auch nach 4-5 Jahren rezidivfrei (ohne neue Tumore), wenn die Anzahl der Zellen zuvor um das Zehnfache gesunken war.

Auch wenn die im Blut zirkulierenden Tumorzellen bei gutem Ansprechen vollständig verschwunden sind, sollte die Therapie auf jeden Fall zu Ende geführt werden. Es können sich noch Zellen im Gewebe verbergen, die möglicherweise erst im Verlauf der weiteren Therapie beseitigt werden.

Konstante Zellzahl in der adjuvanten Therapie

Gleichbleibende Zellzahl

Die zirkulierenden Tumorzellen sprechen anscheinend nur in geringem Umfang auf die Chemotherapie an. Allerdings scheinen sie ebenfalls nur eine geringe Wachstumstendenz zu haben. Dieser Verlauf spricht größtenteils für einen weiteren günstigen Krankheitsverlauf.

Ansteigende Zellzahl in der adjuvanten Therapie

Ansteigende Zellzahl

Nimmt die Zellzahl während der adjuvanten Therapie kontinuierlich zu bzw. steigt sie nach einem Zellzahlabfall zu Anfang der Behandlung wieder an, ist die Therapie nicht oder nicht mehr wirksam. Die Tumorzellen sind noch aktiv. Die Therapie sollte hier optimiert werden, da die Prognose für den weiteren Krankheitsverlauf ansonsten ungünstig ist. In diesem Fall kann maintrac® testen, ob Wirkstoffe existieren, die effektiver sein könnten. Liegt bei nicht-metastasierten Brustkrebspatientinnen eine fortwährende Steigerung der Zellzahl bzw. eine Erhöhung der Zellzahl um das Zehnfache vor, haben 65-70 % der Fälle in den ersten 4-5 Jahren einen Rückfall (Rezidiv).




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