Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern, wobei die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken mit steigendem Alter zunimmt. Oftmals handelt es sich um wenig aggressive Tumore, die über Jahre hinweg sehr langsam wachsen können. Um eine „Übertherapie“ bei solchen Niedrig-Risiko-Patienten zu verhindern, ist die „aktive Überwachung“ bzw. das „watch and wait“-Konzept entwickelt worden.

Beim „watch and wait“-Konzept handelt es sich um einen reinen Überwachungsansatz: auf eine Therapie wird dabei vorerst verzichtet und der Tumor wird engmaschig beobachtet.
Diese Strategie kann laut Leitlinienempfehlung v.a. bei Patienten eingesetzt werden, deren Krebs lokal auf die Prostata begrenzt ist, die bereits ein Alter von mindestens 70 Jahren erreicht haben und deren Lebenserwartung bei unter 10 Jahren liegt. Die Überlegung dahinter ist, dass eine Therapie bei den betroffenen Männern deutlich mehr Belastungen mit sich bringen würde als dies aktuell durch die Erkrankung der Fall ist.

Bei einem solchen Prostatakarzinom, das zunächst nicht behandlungs-, aber dennoch beobachtungsbedürftig ist, kann maintrac® zur Langzeitüberwachung beitragen. Dazu ist es ratsam, mindestens alle 3 bis 6 Monate die zirkulierenden Tumorzellen im Blut zu bestimmen. Sollte sich bei der maintrac®-Zellzählung eine deutliche Zunahme der zirkulierenden Tumorzellen zeigen, ist eine weitere diagnostische Abklärung und gegebenenfalls eine Therapie des Prostatakarzinoms empfehlenswert.

Watch and wait als reines Überwachungskonzept

Lesen Sie hier, welche anderen Behandlungsmöglichkeiten beim Prostatakarzinom existieren und wie maintrac® einen Beitrag zur Behandlung leisten kann.

Des Weiteren kann die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) oder des prostataspezifischen Membranantigens (PSMA) in der „watch and wait“-Situation von Vorteil sein. Es handelt sich dabei um Proteine, die überwiegend von den Prostatazellen exprimiert werden, und in der Verlaufskontrolle eingesetzt werden können. Sollte maintrac® eine Zunahme der Zellen, die diesen Tumormarker tragen, aufzeigen, sollten weitere Untersuchungen vorgenommen werden.