maintrac - der Bluttest zur Überwachung von Tumoraktivität

Das maintrac Analyseverfahren erlaubt die Quantifizierung der im Blut zirkulierenden epithelialen Tumorzellen.

Die im Blut zirkulierenden Zellen aus soliden Tumoren (CETC) bestimmen die Gefahr von hämatogenen Fernmetastasen und damit auch den Krankheitsverlauf des Patienten. Daher ist es für die Anpassung von systemischen Therapien von entscheidender Bedeutung, das Ansprechen dieser Zellen zu überwachen.
Mit diesem Ziel wurde von uns die maintrac-Methode entwickelt. Sie basiert auf einer einfachen Blutentnahme in ein  EDTA-Standard-Blutröhrchen. Auch andere  Körperflüssigkeiten können untersucht werden. Das Verfahren quantifiziert die CETCs annähernd verlustfrei, ist hoch reproduzierbar, nach DIN EN ISO 15189 bereits mehrfach erfolgreich für Europa auditiert und akkreditiert, vielfach validiert und in höchstrangigen Journalen weltweit publiziert.

Mit maintrac läßt sich das Ansprechverhalten auf verschiedene therapeutische Maßnahmen überprüfen, denn die Dynamik der Zellzahl korreliert  hochsignifikant mit dem Tumor- bzw. Metastasenwachstum.

Tumore sind inhomogen. Chemotherapien wirken zum großen Teil nicht auf alle Zellen des Tumors. Der Tumor gibt Zellen ins Patientenblut ab, die die Metastasierungswahrscheinlichkeit bei Anstieg der Zellzahl erheblich erhöhen. Deshalb ist es therapierelevant, die Tumorzellen des Patienten zu identifizieren, quantifizieren und charakterisieren.


Methodisches Vorgehen

Tumor, Krebs, maintrac , zirkulierende Tumorzelle

Auf Zellen epithelialen Ursprungs, wie es die Zellen aus soliden Tumoren sind, ist ein Antigen ausgeprägt, das epitheliale Antigen EpCAM, das normalerweise nicht auf Blutzellen zu finden ist. Dieses Antigen wird mit einem grün fluoreszierenden Antikörper angefärbt, zusätzlich können Blutzellen mit einem anti-CD45 gegen gefärbt werden. Mikroskopisch werden dann lebende EpCAM positive Zellen zahlenmäßig erfasst. Dies ist möglich mit einer zusätzlichen tot/lebend Färbung mit Propidiumjodid. Dadurch werden alle Zellen, bei denen der Antikörper aufgrund einer durchlässigen Membran unspezifisch in das Zellinnere gelangt, ausgeschlossen.  EpCAM färbt alle epithelialen Zellen. Damit werden, wenn vorhanden, auch normale epitheliale Zellen erfasst. Im Zusammenhang mit einem nachgewiesenen Tumor handelt es sich aber bei den epithelialen Zellen mit hoher Warscheinlichkeit um Zellen aus dem Tumor.
 

Erscheinungsbild der Tumorzellen

Tumor, Tumorzellen, Krebs, KrebszellenDie Signalstärke des EpCAM Signals auf den Zellen weist eine  hohe Variationsbreite auf. Mit der maintrac-Methode werden auch Zellen mit einer ganz geringen EpCAM Expression erfasst, da dies möglicherweise die für die Metastasierung wichtigen Zellen sind (EMT Epitheliale-Mesenchymale Transition).

 

 

 

Genauigkeit

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Wiederholungsmessungen ergeben sehr gut vergleichbare Ergebnisse. In dem gezeigten Beispiel zeigen drei parallel angesetzte Proben desselben Patienten nahezu identische Ergebnisse die auch über längere Zeit konstant bleiben.

 

  

Reproduzierbarkeit

zirkulierende Tumor zelle, Tumorzellen, Krebs, TumorDoppelansätze bei mehr als 80 Patienten zeigen eine hervorragende Korrelation.

 

 

 

 

Klinische Relevanz

Tumor, Krebs, Tumoraktivität, KrebsaktivitätPatienten mit ansteigenden Zellzahlen unter der Therapie  haben ein höheres Rezidivrisiko (rote Kaplan-Meier Kurve), als Patienten mit abfallenden Zellzahlen (grüne Kaplan-Meier Kurve). Dies ermöglicht es, bereits frühzeitig die Therapie zu ändern.

(siehe hierzu Publikationen)

 

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Alle Untersuchungen werden von unserem akkreditierten Partnerlabor Dr. Ulrich Pachmann, Bayreuth, Arzt für Transfusionsmedizin, www.laborpachmann.de durchgeführt.